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Lea und Lia kamen als Findlinge zu uns, sie wurden ja bei (beinahe auf) einer Autobahn gefunden und zu uns gebracht. Die beiden waren und sind extrem ängstlich gegenüber uns Menschen und zeigen ihre Ablehnung auch ganz deutlich ;-). Für uns im Tierheim ist es immer sehr sehr schwierig verwilderte Katzen zu "zähmen", da wir einfach nicht gleich viel Zeit haben wie jemand in einem Zuhause. Da wird auch abends mal stundenlang in der Stube gesessen und selbst wenn der Mensch schläft, können verwilderte Katzen beginnen sich anzufreunden und Vertrauen zu gewinnen. Für uns ist es also immer sehr erstrebenswert schnell einen liebevollen und verständnisvollen Lebensplatz zu finden, da verwilderte Katzen in einem Zuhause einfach viel viel schneller "den Knopf auftun" können. Aber leider ist die Realität so, dass praktisch niemand solche scheuen und ängstlichen Büsis haben will. Der Mensch möchte Schmusekatzen, die am besten schon in der ersten Minute mit einem kuscheln….. Umso glücklicher sind wir euch mitteilen zu können, dass sich letzte Woche ganz tolle und verständnisvolle Interessenten für Lea und Lia gemeldet haben, und sich auch bei einem Besuch der Beiden nicht abschrecken lassen haben. Nun heute ist der grosse Tag gekommen und die Beiden durften soeben in ihr neues Zuhause ziehen. Wir drücken alle Daumen die wir haben und hoffen, dass die Kleinen bald entspannt mit ihren Menschen kuscheln können. Danke, dass es Leute wie euch gibt, die auch scheuen, ängstlichen und verwilderten Katzen eine Chance geben!

Na, kennt ihr ihn noch? Genau, unsere schottische Faltohrkatze Willy, der, der einfach rausgeschmissen und sich selber überlassen überlassen wurde. Als er zu uns kam, war er total verstört und liess sich überhaupt nicht anfassen, weil seine Seele gebrochen und das Vertrauen in die Menschheit verständlicherweise weg war… Wir gaben ihm ganz viel Zeit um anzukommen und kümmerten uns liebevoll um ihn, damit er wieder ein Schrittchen auf die Menschen zu machen kann und merkt, dass nicht alle gleich sind und es sehr viele Leute gut mit ihm meinen. Es zahlte sich aus, aus Willy wurde ein total verschmuster und zutraulicher Kater, der uns mit ganz viel Zuneigung und Liebe seine Dankbarkeit zeigte. Aus dem verunsicherten, gebrochenen und zarten Tier wurde ein stolzer und prächtiger Kerl. Nun war er bereit für die Vermittlung. Wir schrieben ihn aus und warteten mal ab, wer sich so alles für ihn meldet. Wir bekamen eine ganz besondere Bewerbung, die unsere Herzen berührte. Alles schien perfekt und wir liessen die Interessenten vorbeikommen. Willy war zuerst etwas verunsichert, weil es fremden Menschen waren und er nicht so recht wusste, ob man ihnen auch trauen kann. Ausserdem kam am selben Tag am Morgen ein neuer Kater in sein Zimmer, den er aufgrund seiner Grösse (es war ein 10 kg schwerer Maine Coon) seeehr suspekt fand. Willy war also schlecht gelaunt und fand alles doof. Die Interessenten brachten Verständnis auf und wussten, DAS ist er! Das ist die Katze, nach der sie suchten und ihr Herz einen Sprung machte. Wir liessen die Bewerber darüber schlafen und besprachen uns noch im Team. Auch für uns war klar: Das wird Willys neue Familie!
Als wir die freudige Entscheidung unsererseits mitteilen wollten, kam uns das Paar zuvor und teilte uns per Mail mit: Egal wie lange es dauert bis Willy Vertrauen hat, egal was gesundheitlich auf sie zukommt (Scottish Fold haben gerne und sehr häufig Erbkrankheiten, weil sie dermassen überzüchtet sind und können sehr schnell sehr teuer werden), sie wollen ihm ein Für-Immer-Zuhause geben. Und das meinen sie so, wie sie es sagen! Willy soll nie mehr sein Zuhause wechseln müssen und für immer Teil dieser Familie sein. Noch am selben Tag holten sie ihn ab und einige Stunden später kam bereits das erste Video, wie Willy ausgelassen spielt. Er lebte sich von Tag zu Tag mehr ein und ist dort nicht mehr weg zu denken. Wir bekommen immer wieder Bilder von ihm, bei denen uns unser Herz aufgeht, denn Willy's Geschichte hat uns alle berührt. Seht selbst, wie gut es ihm geht 🙂




Schon wieder sind eineinhalb Wochen vergangen seit dem letzten Update. Den Kleinen geht es allen gut, der Hautpilz ist leider immer noch ein Thema. Dieser ist bei einigen der Kitten sehr hartnäckig, was auch am schlechten Immunsystem liegt. Die Behandlung ist also immer noch am Laufen und solange sie nicht stabil sind, können wir sie noch nicht Impfen. Alle Kitten nehmen stetig, aber immer noch langsam zu. Sie hatten einen so schlechten Start ins Leben, dass einfach alles mehr Zeit braucht und die geben wir ihnen gerne. Irgendwann werden sie das kompensieren und dann werden sie auch bereits sein um ihre Lebensplätze zu suchen. Wir denken, dass wir sie in den nächsten 3 Wochen das erste Mal impfen können und dann werden wir sie auch auf unserer Homepage ausschreiben. Da sie alle sehr aneinander hängen, werden wir die Kleinen nur als Paare platzieren. Bei einem der Kleinen muss ja leider auch das Auge noch operativ entfernt werden. Um die Narkose aber gut zu überstehen, braucht es ein gewisses Gewicht, auf das die Pflegestelle intensiv und liebevoll hinarbeitet. Auf den Fotos seht ihr einige der Kleinen und die 2 Hunde auf der Pflegestelle, welche sich total herzig auf die Kleinen kümmern und mit ihnen kuscheln. Wir finden es einfach immer wieder goldig zu sehen, wie lieb sich Hund und Katzen haben können und teilen das gerne zum Wochenanfang mit euch :-).


Wie ihr wisst, wurde gestern Kashi's rechter Oberschenkel amputiert. Die OP verlief soweit gut, nun muss sich Kasho aber daran gewöhnen, dass er nur noch auf drei Beinen durchs Leben gehen kann. Er macht es bisher aber super und wir verbringen jede freie Minute bei ihm im Zimmer, dann liegt er uns auf den Schoss uns geniesst die Nähe. Sein Freund Alicio ist auch immer bei ihm und leistet ihm Beistand.


Unsere Lola wartet schon viel zu lange vergeblich auf ihr neues Zuhause. Da sie sehr dominant ist, kann man sie nicht so einfach mit Artgenossen vergesellschaften, vor Allem wenn es weibliche Tiere dabei hat. Mit einem einzelnen, männlichen Kollegen würde es aber funktionieren. Weil Lola bisher aber leider keine Anfragen hatte, versuchen wir, ihr das Leben bei uns so spannend wie möglich zu gestalten. Also begannen wir Leinen-Training mit ihr zu machen, damit sie etwas mehr von der schönen Welt sieht und einen abwechslungsreicheren Alltag hat.


Mitte August bekamen wir 4 Maine Coons aus sehr schlechter Haltung. 30 Katzen hausten dort auf engstem Raum, ein schlechter "zwääg" als die
andere…. Die «Coonies» wurden auf verschiedene Tierheime verteilt, 4 davon kamen zu uns. Alicio (mit seinen zarten 10 Monaten der Älteste),
Kasho, Lux und Sira (alle drei 6 Monate jung) waren in einem äusserst schlechten Zustand, körperlich sowie psychisch. Sie "schnudderten" wie
verrückt, konnten nur durch den offenen Mund atmen und Eiter lief aus Ohren, Mund, Nase und Augen. Es war einfach nur grausam, die
verängstigten Tiere so zu sehen, uns liefen nur noch Tränen übers Gesicht. Alle vier waren brandmager und total verstört. Wir konnten
ihnen nicht einmal wirklich Zeit geben um sich einzuleben und mussten sofort zu unserer Tierärztin von der Kleintierpraxis Lindengarten, nach
Kloten. Als Erstes wurde von allen 4 ein Abstrich der Schleimhäute gemacht, damit wir beim Schnupfen möglichst schnell Abhilfe schaffen
können. Nach einigen Tagen dann der Laborbericht, sie litten alle unter einer Streptokokken-Infektion und alle haben bereits Resistenzen auf
mehrere Antibiotika. Ausserdem mussten wir bei Alicio alle (!) Zähne ziehen, da er eine starke Gingivitis mit Zahnfleischrückgang hatte und
vor lauter Schmerzen gar nicht mehr essen konnte. Die drei "Kleinen" haben auch bereits entzündetes Zahnfleisch, welches wir gut um Auge
behalten müssen um nichts zu verpassen. Die Rasse Maine Coon ist erblich bereits vorbelastet für Gingivitis.Doch nun behandelten wir zuerst
mal alle gegen die Streptokokken-Infektion. Zum guten Glück schlug diese rasch an, ausser bei Alicio. Wir mussten weitere Ursachen suchen und so
fand unsere Tierärztin heraus, dass er im linken Ohr ein Polyp hatte. Alicio wurde bei dem Chirurgen unseres Vertrauens, Dr. med. vet. Nico
Kipfer in Egg operiert, alles lief komplikationslos. Leider schnuddert er aber noch immer, vermutlich entwickelte er einen chronischen
Schnupfen, weil er einfach schon zu viel wegstecken musste uns sein Immunsystem total im Keller ist. Weitere Abklärungen laufen, damit es
Alicio bald besser geht und er, ohne dass er fast erstickt, fressen kann. Kasho hat es aber am Schlimmsten getroffen von allen 4, denn
er hat Hüftdysplasie vom Feinsten, es ist praktisch gar keine Gelenkspfanne mehr da, ausserdem hat er eine Patella Luxation, das
heisst, seine Kniescheibe ist komplett draussen und geht auch nicht mehr rein, da die Fugen zerstört sind. Die Hüfte ist angeboren (auch da
haben wir wieder eine typische Maine Coon – Erbkrankheit und leider bei vielen Rassevertretern vorkommt. Man darf NIE, aber auch GAR NIE mit so
Tieren züchten!!! Und die 4 kommen aus einer sehr schlechten "Zucht" (wir nennen das eher Vermehrung), in der keinen Wert auf Gesundheit
gelegt wurde! Kasho lebt schon sehr lange mit enormen Schmerzen und konnte sich nie mitteilen... Wir liessen ihn röntgen und gingen
daraufhin mit ihm zu einem Spezialisten um zu besprechen, wie wir nun weiterfahren sollen. Nico Kipfer ging verschiedene Optionen mit uns
durch. Durch das, dass wir Kasho nicht gut handeln können (er hat das Vertrauen in die Menschenheit komplett verloren) bleibt nur noch eines:
das Bein amputieren. Und da er links sehr gut bemuskelt und seine Hüfte super ist, kann er das so gut kompensieren. Katzen können sehr gut mit 3
Beinen leben, vor Allem wenn es ein Hinterbein betrifft. Und da Kashi seit längerem sein rechtes Hinterbein nicht mehr benutzt, wird es für
ihn eine grosse Entlastung sein, wenn er diesen "Ballast" loshat. Alle anderen OP-Techniken wären für Kasho eine Tortur mit ungewissem Ausgang.Die
OP wird am 16.10. durchgeführt, bitte drückt alle die Daumen, dass sie gut verläuft und der liebe Kater dann endlich ein schmerzfreies Leben
beginnen kann. Wir sind sicher, dass er dann acuh wieder Vertrauen zu uns Menschen aufbauen wird, wir werden uns auf jeden Fall viel Zeit für
ihn nehmen und unser Bestes geben.



Heute gibt es nur einen ganz kurzen Kitten-Gruss, da wir alle Hände voll mit Notfällen zu tun haben…. den Kleinen geht es soweit gut, ihre Infekte sind aber noch immer am abheilen und auch der Hautpilz ist leider noch nicht Geschichte… Aber sie sind alle total munter und aktiv, sie spielen und knuddeln miteinander und freuen sich einfach am Leben. Wir hoffen ihr macht das auch und wir wünschen euch allen ein tolles Wochenende.

Gestern fiel uns auf, dass unser Olgo das Maul unnatürlich geöffnet hatte. Bei genaueren Hinsehen bemerkten wir, dass er bereits bläulich-violette Schleimhäute hatte und fuhren umgehend zu einem Tierarzt, welcher auch auf Reptilien spezialisiert ist. Da wurde ein Röntgen und ein Ultraschall gemacht, da Olgo offensichtlich zuwenig Sauerstoff hatte. Wahrscheinlich hat Olgo eine Lungenentzündung, welche nun vom Tierarzt versorgt und behandelt wurde. Heute durften wir unseren Senior wieder abholen und wünschen ihm eine schnelle und gute Besserung. Wir sind sehr dankbar, dass wir mit der Kleintierarztpraxis im Zentrum einen Tierarzt in unserer Nähe haben, welcher sich mit Reptilien so gut auskennt und uns als Tierheim auch so grosszügig unterstützt! Ein grosses Dankeschön von uns!
