Hat einer gedacht, uns wäre langweilig?

…nein, das wird es uns definitiv nicht, denn bereits letzten Freitag erreichte uns der nächste Notfall: Sieben Bombay-Mischlingskatzen aus einem Messiehaushalt kamen zu uns.

Unter den Tieren befinden sich fünf etwa vier Monate alte Jungtiere sowie ihre Mutter Lola. Der Vater der Kleinen war vermutlich ein Kater von draussen. Der erwachsene Kater, den wir ebenfalls aus diesem Haushalt übernommen haben, war bereits kastriert.

Alle sieben Katzen waren bei ihrer Ankunft stark abgemagert und von Haarlingen befallen. Deshalb wurden sie als Erstes gebadet und anschliessend mit einem geeigneten Parasitenmittel behandelt.

Die Kleinen haben sich inzwischen schon erstaunlich gut entwickelt. Sie werden immer neugieriger und verspielter, fassen Vertrauen zu uns und geniessen sogar schon Streicheleinheiten. Ella, Birdy, Fyo, Lila und Fux möchten wir euch deshalb nicht vorenthalten. Sie haben bereits so lieb mit der Kamera geflirtet, dass wir euch ihre ersten Fotos einfach zeigen müssen.

Fyo wirkt auf seinem Foto etwas verängstigt. Das hat einen besonderen Grund: Er leidet unter massiven Kopfzuckungen und kann seinen Kopf deshalb nicht ruhig halten. Er befindet sich bereits in tierärztlicher Abklärung. Umso schöner ist es, dass wir überhaupt ein Foto von unserem kleinen Schmusebär ergattern konnten. Denn Fyo kann von Liebe und Streicheleinheiten kaum genug bekommen.

Lola hingegen ist momentan noch völlig überfordert mit der neuen Situation. Sie verkriecht sich am liebsten in der kleinsten Ecke, die sie finden kann. Auch Ozzy, der erwachsene Kater, ist sehr ängstlich und schüchtern. Von den beiden gibt es deshalb im Moment noch keine Fotos. Wir möchten ihnen die Zeit geben, die sie brauchen, und sie nicht zusätzlich unter Druck setzen.

Die fünf Jungtiere werden schon bald auf die Suche nach ihren eigenen Familien gehen. Gesucht werden Menschen mit viel Liebe, Verständnis und Zeit, die ihnen zeigen, wie schön ein behütetes Katzenleben sein kann.

Da die Kleinen ausgesprochen soziale Tiere sind, möchten wir sie grundsätzlich jeweils zu zweit vermitteln. Das fünfte Kitten darf am liebsten zu einem sozialen und verspielten Katzengefährten ziehen. Alternativ wäre auch eine liebevolle Familie mit Kindern denkbar, die genügend Zeit für das Kitten hat und sich aufmerksam und verantwortungsvoll um seine Bedürfnisse kümmert.

Alle fünf wünschen sich später Freigang in einer geeigneten, grünen Umgebung.

Natürlich suchen auch Lola und Ozzy nach ihrem Für-Immer-Zuhause. Für die beiden wünschen wir uns Menschen, die ihnen mit viel Geduld, Verständnis und Liebe begegnen. Sie müssen erst lernen, dass Menschen auch Sicherheit bedeuten können und dass ein Zuhause ein Ort sein kann, an dem man umsorgt und geliebt wird.

Die Truppe hat in ihrem bisherigen Leben leider nicht erfahren dürfen, was es bedeutet, gut umsorgt zu werden. Umso wichtiger ist es nun, dass sie Menschen finden, die bereit sind, ihnen die nötige Zeit zu geben. Bei Lola und Ozzy wird es vermutlich kleine Schritte brauchen, bis sie Vertrauen fassen. Doch jedes Schrittchen lohnt sich 🙂

Wir hoffen sehr, dass alle sieben bald Menschen finden, die ihnen mit Herz, Geduld und Verständnis begegnen und ihnen zeigen, wie sich ein liebevolles Zuhause anfühlt.