Wie viel Pech kann man eigentlich haben…?

Unsere Patenkatze Rockette (liebevoll Öhrli genannt, weil sie eine Katze der Rasse Scottish Fold ist und Klappohren hat) scheint vom Schicksal besonders hart geprüft zu werden.

Vor fünf Wochen wurde sie vermutlich von einem E-Trotti oder einem E-Bike angefahren. Die Folgen waren dramatisch: Sie erlitt eine schwere Lungenquetschung und musste im Tierspital in einer Sauerstoffbox um ihr Leben kämpfen. Umfangreiche Untersuchungen zeigten, dass Blut in ihre Lunge lief. Öhrli wurde auf der Intensivstation rund um die Uhr betreut.

Tagelang war ungewiss, ob sie es schaffen würde. Doch Öhrli kämpfte. Nach einer Woche durfte sie das Tierspital verlassen und nach Hause zurückkehren. Ihre Pflegemama behielt sie so lange wie möglich im Haus. Doch Öhrli liebt ihre Freiheit und ihren Garten über alles. Schliesslich durfte sie wieder nach draussen.

Fast auf den Tag genau einen Monat später folgte der nächste Schicksalsschlag.

Öhrli wurde erneut angefahren. Wieder deutete vieles auf ein E-Trotti oder E-Bike hin. Diese Fahrzeuge sind nahezu geräuschlos unterwegs und oft erstaunlich schnell. Die Verletzungen passten nicht zu einem Autounfall. Vor Allem hat Öhrli wirklich grossen Respekt vor Autos und ergreift sofort die Flucht, wenn sie eines sieht.

Diesmal war ihr Zustand noch kritischer. Als sie ins Tierspital gebracht wurde, war ihre Körpertemperatur so tief, dass sie zunächst nicht einmal mehr messbar war. Nach drei Stunden intensiver Betreuung erreichte sie gerade einmal 32 Grad. Weit entfernt von der normalen Körpertemperatur einer Katze von 37,5 bis 39 Grad. Die Tierärzte machten ihrer Pflegemama wenig Hoffnung.

Doch Öhrli wäre nicht Öhrli, wenn sie einfach aufgeben würde.

Tag für Tag kämpfte sie mit unglaublicher Willenskraft ums Überleben. Jeden Abend besuchte ihre Pflegemama sie im Tierspital und jedes Mal reagierte Öhrli voller Freude auf ihre vertraute Stimme und Nähe.

Nach einigen Tagen durfte sie erneut nach Hause. Die Erleichterung war riesig. Doch die Freude hielt nicht lange an: Öhrli verweigerte das Futter. Trotz liebevoller Pflege und Zufütterung erbrach sie alles wieder. Schliesslich musste sie erneut ins Tierspital eingeliefert werden – wieder auf die Intensivstation.

Es folgten weitere Untersuchungen: CT, Blutanalysen, Röntgen und Ultraschall. Dann kam die erschütternde Diagnose: Der Gallendamm, welcher eigentlich in den Darm mündet, war abgerissen. Somit lief Gallenflüssigkeit in den Bauch. Der Gallengang wurde in einer Notoperation wieder an den Darm angenäht. Ohne diesen Eingriff hätte Öhrli keine Chance gehabt.

Zum Glück verlief die Operation erfolgreich, und erstmals seit Wochen konnten wir alle etwas aufatmen. Nach einigen Tagen zur Beobachtung durfte Öhrli heute endlich wieder nach Hause zurück, zu ihrer Familie. Nun heisst es weiterhin Daumen drücken, damit sich unsere kleine Kämpferin vollständig erholen kann.

Doch während wir uns über jeden Fortschritt freuen, folgte für uns der nächste Schock: Die Tierarztkosten beliefen sich am Ende nicht auf die ursprünglich angekündigten 11’000 Franken, sondern auf 15’000 Franken. Trotzdem bereuen wir keine einzige Entscheidung.

Öhrli hat uns gezeigt, wie man kämpft. Sie hat niemals aufgegeben. Deshalb war es für uns selbstverständlich, ebenfalls für sie zu kämpfen und alles Menschenmögliche zu tun, um ihr Leben zu retten.

Und ihr wisst, was jetzt kommt 😉:

Wir freuen uns über jeden noch so kleinen Zustupf. Ob 1 Franken, 5 Franken oder 10 Franken – jeder Beitrag hilft uns, diese enormen Kosten zu tragen und weiterhin für Tiere wie Öhrli da zu sein.

Von Herzen danke für eure Unterstützung, eure Anteilnahme und eure gedrückten Daumen für unsere kleine Kämpferin. ❤️