Ein Grüsslein von Selly :-)

Erinnert ihr euch an unsere Selly-Maus, die eineinhalb Jahre lang bei uns auf ihre neue Familie gewartet hat?

Im vergangenen November durfte sie endlich zu N. und R. ziehen – einem ganz wunderbaren Paar, das bereits vor Selly eine Bulldogge aus dem Tierschutz adoptiert hatte. Ihr Name war Elly … Zufall oder Schicksal?

Nachdem die Bewerbung eingegangen war und wir N. und R. kennengelernt sowie „geprüft“ hatten, durfte Selly schon bald darauf ins Probewohnen. Bereits am ersten Tag war klar: Selly darf bleiben! Komme, was wolle. Denn Probleme sind dazu da, gemeinsam bewältigt zu werden.

An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal von ganzem Herzen bedanken: für euer Verständnis, eure Fürsorge, eure Geduld, euer grosses Herz und eure Liebe.

Ihr habt es möglich gemacht, dass Selly wieder ein Leben ausserhalb des Tierheims geniessen darf. Sie hat nun ein Zuhause voller Wärme, Geborgenheit und Vertrauen. Menschen, an die sie sich anlehnen kann und auf die sie sich zu 100 Prozent verlassen darf. Dafür sind wir unendlich dankbar und glücklich.

Heute kam uns Selly nach sieben Monaten zum ersten Mal wieder besuchen. Die Aufregung war auf beiden Seiten gross. Wie würde Selly auf das Tierheim reagieren? Auf uns? Auf ihren damaligen besten Freund Odie? Auch N. und R. waren gespannt.

Doch die ganze Aufregung war völlig unbegründet.

Selly freute sich wie ein Honigkuchenpferd! Sie rannte vom Parkplatz direkt zur Eingangstür, begrüsste uns voller Begeisterung und verteilte unzählige Küsschen.

Dann kam Odie ins Spiel. Selly stürmte ins Büro und begrüsste ihren Odie, als gäbe es kein Morgen mehr. Und auch Odie konnte seine Freude kaum verbergen:  Er wusste gar nicht, wohin mit seiner Begeisterung, sprang umher, winselte und bellte. Das macht er wirklich nur, wenn er sich ganz besonders freut.

Mir trieb dieser Moment die Freudentränen in die Augen, und ich hatte am ganzen Körper Gänsehaut. Da wurde einmal mehr sichtbar, wie tief die Freundschaft zwischen Odie und Selly war und offenbar immer noch ist.

Gemeinsam gingen wir auf einen Spaziergang. Selly gab ihrem Odie immer wieder Küsschen. Wahrscheinlich konnte sie kaum glauben, dass sie ihn tatsächlich noch einmal wiedersieht.

Als wir zurückkamen, stieg Selly jedoch genauso gerne wieder mit ihrer Familie ins Auto. Ohne sich noch einmal umzudrehen, sprang sie hinein und fuhr nach Hause.

Und genau so soll es sein.

Genau das wünschen wir uns für jeden einzelnen unserer Schützlinge: Dass sie gerne zu uns zurückkommen und genauso gerne wieder gehen. Dann wissen wir, dass wir alles richtig gemacht haben.