
Nach einer weiteren strengen Nacht haben wir heute Morgen früh Malou und ihre Kitten wieder ins Tierheim, in ihre gewohnte Umgebung, mitgenommen und erneut versucht sie mit ihren Kitten vertraut zu machen, und siehe da: mit einigen Tricks und viel streicheln und gut zureden hat sie begonnen sie zu putzen und danach auch zu säugen 🙂 Wir sind einfach nur happy für die kleine Familie, die nun zusammenwachsen muss. Wir kontrollieren genau ob die Kleinen genug Milch bekommen, aber momentan können wir sagen, dass es vielversprechend aussieht. Malou’s Gesichtsausdruck hat sich schlagartig verändert, die Muttergefühle sind nun da und sie wirkt zufrieden und entspannt. Leider ist eines der ganz kleinen Kitten in sehr kritischem Zustand und wird es wahrscheinlich, trotz aller Massnahmen und Bemühungen, nicht schaffen, was uns sehr traurig macht. Es darf aber auch bei seinem Mami liegen und sie putzt es auch. Es ist aber einfach zu klein und zu schwach. Die beiden anderen waren bei der Geburt schon ein Drittel grösser und auch ein Drittel schwerer. Wir gehen davon aus, dass es sich hier um eine sogenannte Doppelträchtigkeit gehandelt hat, also eigentlich 2 Würfe, bei welchen die Jungen nicht alle dasselbe Zeugungsdatum haben. Dies kommt bei Hauskatzen, wenn auch selten, vor. Aber gerade bei Rassekatzen, vor allem bei Qualzuchten, ist oft nichts normal. Wir möchten hiermit auch erneut auf das Thema Kastration sensibilisieren. Wir haben immer wieder Leute, die uns sagen: einmal einen Wurf, das ist herzig und toll und die Katzen machen das ja alles automatisch und alleine, Kastrieren ist gegen die Natur usw. NEIN! Eben nicht. Wir möchten gar nicht wissen, was passiert wäre, wenn wir Malou nicht aufgenommen hätten. Wer bezahlt die hohen Tierarztkosten (Kaiserschnitt über 1’000.-), wer macht mehrere Freinächte um die Kleinen aufzupäppeln, sie alle 2 Stunden zu schöppelen und massieren? Wer erträgt es, dass so kleine Büsis, welche eigentlich das ganze Leben vor sich hätten einem quasi in den Händen sterben? Unterstützt ein Tierheim, indem ihr Katzen aus dem Tierschutz adoptiert, anstatt selber noch zur Vermehrung und zum Katzenelend beizutragen.
Wir danken euch von Herzen für eure guten Wünsche und Aufmunterungen und natürlich für’s Daumen drücken, es hat sich alles gelohnt!
